Yogamusik - Mantramusik - Meditationsmusik


Mantramusik Open Air New York
Mantramusik Open Air in New York im April 2014: Saral aus New York, Praguna aus Prag, Mahiyan aus San Diego (verdeckt), Kulananda, Christian aus Wien, Dinesh, Lukas aus Zürich, Ramazan aus Moskau, Harkara aus Augsburg, Pramodan aus Dortmund.

Foto: Bijoy aus Zürich

Dinesh's Band singt und spielt Lieder und Mantren des indischen Komponisten und Yogis Sri Chinmoy (1931-2007, sprich Sri Tschinmoi), um zusammen mit dem Publikum in die Tiefen der Meditation einzutauchen.

Diese spirituelle Musik ermöglicht es dem Zuhörer, sich auf einfachste Weise auf die innere Reise der unsterblichen  Seele zu begeben, welche wohnt im geheimen Herzen des Menschen.
Die Musiker spielen ihre Instrumente in reiner Stimmung. Das bedeutet die Verwendung der Naturtöne, wie sie in der Obertonreihe vorkommen. Die Instrumente wurden entsprechend modifiziert, um reine Intervalle spielen zu können.

Das karnatische Zupfen der enharmonischen Gitarre trifft auf das sehnsuchtsvolle Streichen der nordindischen Sarangi, untermalt von den meditativen Sphärenklängen der Tambura, dem kosmischen Klangteppich der elektronischen Orgel und den tiefen Tönen der enharmonischen Baßgitarre. Die westafrikanische Djembé im Verbund mit der kolumbianischen Caja bilden die rhythmische Grundlage zu den mantrischen Klängen der yogischen Melodien.

Die Bandmitglieder sind durchwegs Laienmusiker, welche die Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren in der Gruppe verbindet. Sie wollen ihr Scherflein dazu beitragen, das gewaltige geistliche Liedgut Maestro Sri Chinmoys der Menschheit zu offenbaren. Seine Musik ist wahrlich Yogamusik, denn sie ist seelenerhebend - und seelenvoll gespielt, ist es für den Zuhörer ein leichtes, sich vom gewöhnlichen Alltagsbewußtsein zu lösen und den - jedem Menschen innewohnenden - Seelenvogel emporsteigen zu lassen. Dinesh's Band strebt genau das an: mittels ihrer mystischen Mantramusik, vereint mit dem meditierenden Publikum, in höchste Ebenen des unendlichen Bewußtseins aufzusteigen.
Sri Chinmoy hat über zweiundzwanzigtausend (!) Lieder komponiert, die meisten (über 13000) in seiner Muttersprache Bengalisch, die zweitmeisten in Englisch. Zu zahlreichen, jahrtausende alten, vedischen Mantren aus dem Sanskrit hat er eine Melodie komponiert. Er schuf seine Musik aus einem meditativen Bewußtsein. Seine Gedichte und Melodien sind verwirklichte innere Erfahrungen.

In erster Linie ist Sri Chinmoy jedoch ein spiritueller Meister, ein Guru, welcher seine geistigen Errungenschafften dem Sucher im Menschen anbietet: Frieden, Licht und Glückseligkeit. Der Guru Sri Chinmoy gibt diese göttlichen Eigenschaften in seiner Meditation weiter an jeden aufrichtigen Sucher,  welcher sich in dessen Bewußtsein vertieft. Am Leichtesten gelingt dies jedoch, indem man der seelenbewegenden Meditationsmusik Sri Chinmoys hingebungsvoll lauscht und den ewigen Seelenvogel im spirituellen Herzen einfach emporfliegen läßt in die höchsten Höhen und weitesten Weiten...

Dinesh und Band sind Schüler Sri Chinmoys. Sie praktizieren täglich seinen Yoga, den sonnenhellen Pfad der göttlichen Liebe, Hingabe und Ergebenheit mit dem hehren Ziel der Selbsterkenntnis. Daher auch die weiße Kleidung, die als Symbol für spirituelle Reinheit während der Meditation oder beim Singen und Spielen von Meditationsmusik von all' seinen männlichen Schülern getragen wird. Die weiblichen hingegen singen, musizieren und meditieren im farbenfrohen Sari. Das ist ein traditionelles indisches Tuchgewand, was in allen nur erdenklichen Farbkombinationen und Mustern getragen wird.

Premik flötet, Meditationsmusik in New York
Premik mit Querflöte, dahinter Saral an der Trompete, 27. August 2014 in New York

Foto: Bijoy aus Zürich

Dienst

Alle über 700 öffentlichen Konzerte Sri Chinmoys waren stets kostenlos. So sind es auch sämtliche Konzerte seiner Schüler, welche seine Musik spielen. Dies ist der ausdrückliche Wunsch Sri Chinmoys. Er sah seine Konzerte als Dienst an der sich nach innerem Frieden, Licht und Glückseligkeit sehnenden Menschheit.  Dinesh's Band steht ganz in dieser Tradition und die Musiker bezahlen ein jeder selber Anreise, Verpflegung und Unterkunft. Die Kosten für Konzerträume und Plakate übernehmen zumeist die Schüler aus Sri-Chinmoy-Zentren der jeweiligen Auftrittsorte.

Meditation Music in Zlin September 2013
Meditationsmusik in Zlin im September 2013 zur Eröffung des neuen Sri-Chinmoy-Zentrums und der ersten Bronzestatue Sri Chinmoys in sitzender Position. Die Statue wurde gefertigt von Kaivalya aus London.

Foto: Mananyu aus Wien

Spirituelle Namen

Die indischen Namen sind spirituelle Namen, die diejenigen von Sri Chinmoy erhalten haben. Sie verkörpern eine ganz bestimmte Seeleneigenschaft, welche nun der Schüler die Aufgabe hat, zum Vorschein zu bringen. Ein spiritueller Name ist der wahre Name der Seele. Dinesh zum Beispiel bedeutet Sonne und Pramodan heißt Freude. Durch das konzentrierte Wiederholen seines spirituellen Namens bringt man seine Seele zum Vorschein.

Prinzipien

Selbstauferlegte Regeln kennzeichnen unsere Interpretation der Musik Sri Chinmoys:

  1. Reine Stimmung
  2. Keine Harmonien
  3. Kein Vibrato
Meditationsmusik in New York
Meditationsmusik abends in New York im April 2010: "Seven Sitars" mit Harkara an der Sitar!

Foto: ?

Reine Stimmung

Dinesh's Band ist inspiriert worden, in reiner Stimmung zu musizieren durch die Schriften von Professor Martin Vogel (1923-2007) aus Bonn, insbesondere von folgenden Werken:

  • Die enharmonische Gitarre
  • Die Lehre von den Tonbeziehungen
  • Anleitung zur harmonischen Analyse und zu reiner Intonation
  • Die Zukunft der Musik

Reine Quinten, reine Terzen und auch reine Septimen sind in Verwendung. Im Unterschied zur heutigen klassischen indischen Musik verwenden Dinesh & Band ausgiebig die Natursept 7/4 und die septimalen Tritoni  7/5 sowie 10/7. Dadurch ergeben sich eine ganze Reihe von septimalen Intervallen, unter anderem die septimale Großterz 9/7, der kleine septimale Halbton 21/20, der septimale Ganzton 8/7 und die septimale Kleinterz 7/6.

Es wird freilich, um kompatibel mit der Kleinsext 8/5 zu bleiben, bei einigen Liedern die weite Kleinsept 9/5 verwendet, so zum Beispiel bei Khama Karo und dem Supreme Chant sowie dem Schiwalied. Die pythagoreische kleine Septime 16/9 jedoch wird bis jetzt zumindest nicht eingesetzt.

Interview

Spontanes Interview des südtiroler Unternehmers Patrick Pertoll mit Dinesh (Gitarre) und Pramodan (Sarangi), entstanden bei seinem Geschäftsbesuch in Dortmund im Sommer 2014.

Kommentar

Am 13. Dezember hatten wir in Nürnberg das Vergnügen Dinesh's Band live in den Räumen von Edition Blue Light erleben zu dürfen.
Dinesh's Band ist ein Männerensemble, das seine tiefe innere Sehnsucht nach göttlicher Erfüllung in Musik ausdrückt und diese tiefe innere Sehnsucht und Erfüllung hat sich beim Konzert auch auf die Gäste im Raum übertragen.
Es war ein zweistündiges Konzert, bei dem die Zuhörer gebannt, teilweise mit Tränen der inneren Rührung, der Musik lauschten. Die Musik selbst war voller Energie, teilweise rhythmisch, dynamisch - nicht immer unbedingt das, was man im allgemeinen unter meditativer Musik versteht, doch wenn man in die Gesichter der Zuhörer blickte, spürte man, diese Musik hat die Seele der Zuhörer berührt. Die Musik ermöglichte es den Zuhörern, tief nach innen zu tauchen und die innere Freude und Sehnsucht der Seele zu spüren. Diese Freude war noch Tage nach dem Konzert spürbar. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch von Dinesh's Band. - Pragya, Nürnberg